„Kennst du das? Du wartest darauf, das was passiert. Du wartest und wartest, weil es ja jeden Moment passieren muss – aber es passiert erst mal nichts?“, fragte Harry.

„Kenne ich!“, meinte Trixi. „Und manchmal ist es so, dass ich mich dann auf nichts anderes mehr konzentrieren kann, weil ich nur noch warte.“

„Genau!“, ergänzte Harry. „Dann ist das Warten so im Vordergrund, dass für nichts anderes mehr Platz ist. Kurz danach gibt es dann die ersten Abhängigkeiten: Wenn das doch jetzt käme, dann könnte ich …!“

„Ist schon ein bisschen verrückt“, meinte Trixi. „Manchmal denke ich, dass dahinter die Sehnsucht steht, dass Mutter oder Vater kommen und mich an die Hand nehmen – und ich muss mich nicht kümmern, weil sich alles schon regeln wird. Und darauf und genau so warte ich dann auch.“

„Und dann brauche ich es, dann muss das Warten ein gutes Ende haben. Es muss positiv ausgehen. Das habe ich zwar nicht selber in der Hand, sondern das hoffe ich dann nur noch – aber eben mit der Sehnsucht, dass dadurch alles gut wird. Eben so, wie wenn die Mutter oder Vater früher einen an die Hand genommen haben.“ Harry nickte.

„Und dann kommt die Angst, es könnte schief gehen. Es löst sich vielleicht nicht positiv auf – und man wartet noch mehr und noch intensiver. Alle Aufmerksamkeit ist nur noch beim Warten.“ Trixi war in ihrem Element.

Harry nickte: „Gut zu wissen, wie das funktioniert mit dem Warten.“