„Kennst du das: Jemand erklärt, er habe einen Vertrauensvorschuss gegeben und der sei nun aufgebraucht?“, fragte Harry und schaute Trixi an.

„Klar, und dann tut derjenige dann auch noch so, als wenn Andere Schuld wären, die Bösen!“, kicherte Trixi. „Ist schon ganz schön komisch!“

„Ist irgendwie so, als würde es um eine Investition gehen und nicht um Menschen.“, meinte Harry. „Mir kommt das Vertrauensvorschuß-Gerede aggressiv vor. So wie: ‚Jetzt habe ich kein Vertrauen mehr in dich, das hast du jetzt davon!’“

Trixi schmunzelte: „Ist ja so ähnlich wie die Geschichte von dem Kind, dass sich selbst ganz doll weh tut und dann zur Mutter sagt: Siehst du, das hast du jetzt davon!“

Harry nickte: „Dabei ist doch ganz klar, dass ich entscheide, ob ich Vertrauen habe oder nicht. Es gibt viele Menschen, die sind persönlich so schwach, dass sie nur wenig Vertrauen haben können. Andere eher starke Persönlichkeiten können dagegen mit Vertrauen verschwenderisch umgehen. Aber das sagt doch alles nur was aus über den, der solche Sätze sagt und nicht über denjenigen, der den Vertrauensvorschuss nicht eingelöst hat.“

„Du meinst,“ fragte Trixi, „wer mit dem Finger auf jemand anderen zeigt, der hat nicht gesehen, dass er gleich mit drei Finger auf sich zeigt?“

„Genau!“ Harry nickte. „Vertrauen kann nur schenken, wer es hat – und wer sich gut kennt, hat eben mehr davon als Andere!“