„Sie sollen sich ‚wenigstens’ entschuldigen, fordern Politiker von Bankern. Mir fällt das schwer, mich zu entschuldigen. Ich mache das nur, wenn ich denke, dass etwas nicht in Ordnung war, was ich gesagt oder gemacht habe. Aber ich lasse mich doch nicht dazu auffordern.“ Trixi denkt laut.

„Für dich gehören ‚sich entschuldigen’ mit  ‚die Verantwortung für dein Verhalten übernehmen’ zusammen. Dann kann dich niemand anderes auffordern, dich verantwortlich zu fühlen und dich zu entschuldigen. Was da öffentlich im Moment passiert, das klingt nach Ritual, aber nicht nach Verantwortung.“ Harry nickt.

„So eine Entschuldigung will ich nicht haben“, sagt Trixi. „Ich möchte sicher sein, dass derjenige, der sich entschuldigt, selber darauf achtet, dass er sich nicht noch einmal so verhält. Dann hat die Entschuldigung für mich Wert. Bekannte, die sich immer wieder für das Gleiche entschuldigen, will ich ja auch nicht in meinem Umfeld haben.“

„Du meinst, dass ‚sich entschuldigen’ das Versprechen beinhaltet, sich in Zukunft anders zu verhalten?“, fragt Harry.

„Genau!“ Trixi nickt. „Damit zeigt mir der Andere seine Wertschätzung. Er sagt: ‚Ich habe dich verletzt. Das tut mir leid. Ich möchte dich nicht verletzten und werde in Zukunft besser auf dich achten.’ Da ist die Entschuldigung ein Beitrag zur Verbesserung unserer Beziehung.“

„Eine Entschuldigung eignet sich nicht als Ritual!“ Harry stimmt zu. „Dazu ist sie zu wichtig!“