„Kennst du das auch? Da arbeitest du, damit du danach Zeit für was Schönes hast – und dann bist du hinterher zu kaputt, um was Schönes zu machen?“, fragte Trixi.

„Kenne ich von früher!“, erwiderte Harry. „Ich habe viele Dinge so organisiert, dass ich zuerst mal verzichtet habe; schöne Dinge nach hinten geschoben habe, um dann später mit richtig Zeit und Lust dann zu geniessen.“

„Ja und dann?“, wollte Trixi wissen.

„Dann,“ schmunzelte Harry, „dann hat sich in den meisten Fällen herausgestellt, dass „aufschieben“ gar nicht geht. Oft ist das, was jetzt gerade ‚dran’ ist, gleich nicht mehr wichtig. Andere Dinge werden wichtiger – und die ganze Anstrengung war umsonst und hat eben nicht dazu geführt, dass ich mit mehr Genuß dann Zeit hatte, meinen Plan umzusetzen.“

„Ist schon komisch, dass wir das so gelernt haben.“ Trixi war nachdenklich. „Da hat man uns beigebracht: ‚Alles zu seiner Zeit’ – und ich habe verstanden: ‚Alles Schöne nach hinten, wenn es nicht mehr stört.’ Verrückt!“

„Richtig schlimm muss es sein, wenn Leute ihr ganzes Leben darauf ausrichten, es sich im Alter gutgehen zu lassen – und wenn sie alt sind, haben sich ihre Möglichkeiten verändert und eingeschränkt.“ Harry schüttelte den Kopf. „Man lebt immer gerade jetzt – und über die Zukunft haben wir nur unsere Ideen.“

Trixi schmunzelte: „Was du jetzt willst, tue es – wenn immer möglich – jetzt! Das wird mein Motto!“